Die Sühnekommunion
zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens
an den fünf ersten Monatssamstagen
als Jahrhundertaufgabe an Kirche und Menschheit


Pfr. Dr.theol. Dr.hc. Adolf Fugel / Internat. Symposium ProLife, Fatima, 3. Oktober 2015


Liebe Mitbrüder im priesterlichen Amt!

Ehrwürdige Schwestern!

Geschätzte Mitchristen und Kinder Mariens!

"Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und es wird der Welt eine Zeit des Friedens geschenkt werden". So kennen wir die Aussage der Gottesmutter vom 13. Juli 1917 in Fatima.
Wir nähern uns der Jahrhundertfeier dieser Ereignisse. Da Fatima ein zentrales Ereignis im Leben der Kirche ist und eine Kirche Christi ohne Fatima nicht mehr vorstellbar noch möglich ist, stellt sich die Frage, wie dieses Jubiläum würdig begangen werden kann.
Oder aber  droht das Fatimajahr 2017 für die Menschheit global zu scheitern?  Die Unkenntnis viel zu vieler Katholiken, und noch mehr von Nichtkatholiken über Marias Wirken im Heilsplan Gottes ist groß. Maria ist die Mutter Jesu und somit gelten Ihre Worte allen, die an Jesus glauben! Allen! Nicht nur Katholiken!
Umso mehr sind alle marianischen Apostolate bereit, ohne Furcht in die Worte der Gottesmutter von 1917 tief einzudringen, zu verstehen und einzuhalten. Mehr noch: Das Jahr 2017 wird zum Scheideweg für die Menschheit, wenn man bedenkt und ernst nimmt, dass die Gottesmutter sagte:  Wenn ihr tut, was Ich euch sage, wird Friede sein. Wenn nicht, können ganze Nationen vernichtet werden.
Die Menschheit erhält noch einmal die Gelegenheit, sich für oder gegen Gott zu entscheiden.
Lassen Sie mich diese meine Feststellung, die im Grunde genommen fest in der Botschaft der Gottesmutter vom 13. Juli 1917 verankert ist, in zwei kurzen Punkten erklären.


1. SATANS ENTSCHEIDUNGSSCHLACHT GEGEN DIE IMMAKULKATA NÄHERT SICH DEM ENDE ZU


Am 26. Dezember 1957 sagte Sr. Lucia von Fatima zu Pater Fuentes in einem Interview folgende Worte, die in diesem Kontext, wie ich ihn heute präsentiere, kaum als Triebfeder - nicht als Ursache! - in das Bewusstsein der Kirche und der Gläubigen, und ich kann hinzufügen, auch nicht der Aposto-late, eingedrungen ist. Die durch S. Lucia uns so übermittelte "Perle" blieb im Acker verborgen.
Es handelt sich um folgende Aussagen der Schwester im genannten Interview:
Bezüglich der Notwendigkeit des Rosenkranzgebetes hat die Gottesmutter mir "diese drei Gründe zu verstehen gegeben:
Der erste Grund ist, dass der Teufel in Stimmung ist,  eine entscheidende Schlacht gegen die Jungfrau zu führen.  Und eine entscheidende Schlacht ist die letzte Schlacht, nach welcher eine Seite siegreich ist und die andere geschlagen. Deshalb müssen wir uns jetzt entscheiden, auf welcher Seite wir stehen. Wir sind entweder für Gott oder für den Teufel. Es gibt keine andere Möglichkeit.
Der zweite Grund [den Rosenkranz zu beten] ist der, dass SIE mir sowie auch meinen Cousins gesagt hat, dass Gott der Welt noch zwei letzte Heilsmittel gibt. Diese sind 
der Heilige Rosenkranz  und   die Andacht an das Unbefleckte Herz Jesu und Mariens.
Dies sind die letzten beiden Heilsmittel, die andeuten, dass es keine weiteren mehr geben wird.
Der dritte Grund ist der, dass Gott in Seiner Fürsorge immer erst alle Mittel ausschöpft, ehe Er die Welt bestraft. Wenn Er nun also sieht, dass die Welt Ihm keine Aufmerksamkeit schenkt, dann gibt Er uns, mit einer gewissen Beklommenheit, sozusagen, noch als letztes Heilsmittel Seine Allerheiligste Mutter. Dies geschieht mit einer gewissen Beklommenheit,  denn, wer dieses endgültige Heilsmittel ablehnt und verachtet, der wird keine Vergebung vom Himmel mehr erhalten, denn der hat eine Sünde begangen, die das Evangelium die Sünde gegen den Heiligen Geist nennt.  Diese Sünde besteht darin, offen und mit vollem Wissen das Heil abzulehnen, das Gott anbietet."
Um drei Dinge geht es also hier:
a) Um die Ungeduld Satans, endlich den Sieg gegen seine Erzfeindin, die Immaculata heimführen zu dürfen. Doch da er gegen Maria keinen halben Schritt vorwärts kommen kann, richtet sich seine ganze höllische Meute gegen das Heil der Menschen. So, und nicht anders, versteht Satan "seine" letzte Schlacht gegen Maria, indem er die Menschheit aller guten Sinne beraubt, sie bis aufs Äußerste verführt und zwar in jene Ecke menschlicher Existenz hinein, die am weitesten von der Immaculata entfernt ist.
Dass die Welt momentan einen Freudentaumel dieser extremen Ferne von der Keuschheit und der Heiligkeit des Unbefleckten Herzen Mariens feiert, muss ich im Einzelnen nicht beweisen.
b) Doch auch der Himmel bleibt nicht unberührt von diesem gigantischen Aufmarsch gottferner Ideologien und Verführungen. Daher bietet er die Verehrung der Herzen Jesu UND Mariens an. Ob hier auch der Wunsch des Himmels zur Gleichstellung der Verehrung des Unbefleck-ten Herzens Mariens mit dem Herz-Jesu-Freitag in liturgicis zu verstehen ist?
c) Die dritte Aussage ist eigentlich kein Grund, sondern die Parallele zum 2 Teil der Worte Mariens:  "Wenn ihr tut … WENN NICHT…"

Diese Worte von Sr. Lucia lassen viele Fragen hochkommen, doch verzichte ich jetzt darauf und überlasse es dem geneigten Hörer, Rückfragen an sich und die Kirche aus diesem Kontext heraus zu stellen. Denn wie eine Bibel, so meine ich, hätten die Religionslehrer in den Schulen diesen Text in die Hand eines jeden Kleinschülers geben müssen, damit er täglich auswendig aufgesagt werde und ihn jedes Kind kenne, wie jeder kleine Muslime irgend eine Sure kennt. Doch unsere Kinder hatten in den letzten Jahrzehnten kaum eine Bibel, geschweige denn einen so ernsten Text marianischer Lebenspraxis in der Hand. Satan hat scheinbar dafür gesorgt, dass in unseren Religionszimmern "Wichtigeres" zu tun sei, als über Worte Mariens nachzudenken. Die vielen Ausnahmen, die es weltweit dennoch gibt, mögen hier nicht angesprochen sein. Meine Analyse bezieht sich weitest gehend auf die laisierten Länder Europas.
Wer hat - und wann wurde die Große Sünde wider den Heiligen Geist begangen, die uns für die Erbarmungen Gottes unfähig macht?
Damit aber ist die Menschheit - ich wage es zu sagen, ohne Angst zu haben, als Unheilsprophet zu gelten - an ihrem "no return"-Punkt angekommen.